Dekontamination von Reetdächern

Seit ca. 18 Monaten beschäftigt sich die AppliChem mit dem Thema Ursachen und mögliche Verhinderung des Reetdachsterbens. Ausgehend von der unserem DNA-ExitusPlus™ zugrundeliegenden bioDECONT® -Technologie der Firma multiBIND, war die Idee die DNA der Mikroorganismen, die für den Verdau des Reets verantwortlich sein könnten zu zerstören. Die ersten Versuche im Labor waren sehr erfolgreich.

Hoch kontaminierte Reetproben von befallenen Reetdächern wurden unbehandelt und nach Vorbehandlung mit bioDECONT®-Reet auf sterilem Fliesspapier plaziert (s. Bild rechts). Zusätzlich wurde das Fliesspapier mit einem wässrigen Extrakt aus kontaminiertem Reet getränkt.

Hauptkontamination des Reet ist ein filamentöser Pilz mit weißlichem Mycel. Nach 4 Wochen ist das unbehandelte Reet komplett von Pilzmycel bedeckt. (Bild linke Hälfte) Das mit bioDECONT®-Reet imprägnierte Reet zeigt keinerlei Wachstum von Pilzen oder anderen Mikroorganismen (Bild rechte Hälfte).

Darüberhinaus wurde die Cellulase-Aktivität als Leitparameter für die Zersetzung im Reet bestimmt und wir konnten feststellen, dass die gemessenen Cellulase-Aktivitäten mit dem Zustand des Reets korrelieren und auch bei optisch einwandfreiem Reet unterschiedliche Cellulase-Aktivität zu sehen war - Dies spricht für eine Vorbelastung des Reets je nach Quelle.

Zur Zeit läuft ein Feldversuch bei dem ein Dach im Oktober 2008 behandelt wurde – die ersten Auswertungen des Versuches stehen im 2. Quartal 2009 an.

Außerdem betreibt die AppliChem mittlerweile eine Pilotanlage zur Reetdekontamination. Mit dem Reet, das in der Anlage behandelt wird, kann man beim Flicken eines gesunden Reetdaches sicher sein, dass das verwendete Reet weitestgehend keine unerwünschten Mikroorganismen einschleppt.

Falls bei unserem Feldversuch sich das erwartete Ergebnis bestätigt, werden wir die Zulassung für das bioDECONT®-Reet beantragen. Die Unbedenklichkeit der Mischung wurde in einem dermatologischen Test mittlerweile gezeigt.

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